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Ingo Marzahn  
ingo.marzahn(at)freenet.de
Ort:
Bernau bei Berlin
Sonntag, 10. März 2019 17:43 IP: 2003:cc:d723:1000:2d96:544a:2f82:a107 Kommentar schreiben E-mail schreiben

Hallo, interessante Website. Bin über die Frage des Alters des Osirismythos hierher gelangt. Bin ähnlich wie du zur Thematik Archäologie und Archäoastronomie gekommen (über erste Begeisterung in den frühen und spätere Hinterfragung von Dänikens bis Ende der 1990er). Mein momentanes Problem ist die Relation des antiken Dionysosmythos zur ägyptischen Kultur; so die mögliche Ableitung des mykenischen Namens di-wo-nu-so-jo für: Dio' nysos (Gott des Nysa oder des Nyse) vom ältägyptischen Pharao Niuserre (5. Dyn.) und beider Bezug zum Osirismythos. Spannend, aber auch schwierig, wie die ägyptische Mythologie insgesamt. Im Sonnenheiligtum des Niuserre scheint ein Schlüssel zu liegen. Meine Vermutung: mit der 4./5. Dynastie (Königstitulatur: Sohn des Re) begann eine neue, solar-ekliptikale Himmelsbetrachtung, greifbar manifestiert mit dem Synkretismus von Horus und RE zu Re-Harachte (vermutl. Vereinigung von Re=Sonne und ober- wie unterirdischem Sonnenweg (alter Horus=Weg/Umlauf der Himmelslichter Sonne, Mond und Sterne - somit auch Entwicklung zur Verknüpfung von kosmischer und jenseitiger westlicher, später unterirdischer Duat zum täglichen Kreislauf gemäß Pyramidentexten). Hast Du Hinweise auf altägyptisch ekliptikale Vorstellungen, Allegorien, Symbole (z. B. Urform Djed-Pfeiler als pflanzlich-baumstammartige Allsäule mit den drei Teilen - 4 obere Querteilungen - des ägypt. Himmels: Nord-, Mittel-, Südhimmels)?
Gruß, Ingo
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